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Mit 1.1.2018 änderten sich wieder eine Reihe von Beträgen in der Sozialversicherung. Von der Geringfügigkeitsgrenze bis zum Kinderbetreuungsgeld - ein Überblick über die neuen Grenzen und Beträge.

 

Geringfügigkeitsgrenze:

Für ASVG Versicherte monatlich € 438,05 

für neue Selbständige nach dem GSVG € 438,05

 

Monatliche Höchstbeitragsgrundlage:

Für den Bereich des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG)  monatlich € 5.130,00 
Für Sonderzahlungen jährlich € 10.260,00
Für den Bereich des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes (GSVG) und des Bauern-Sozialversicherungsgesetzes (BSVG) monatlich € 5.985,00

 

Eigenleistungen:

Die Rezeptgebühr beträgt ab 1.1.2018 € 6,00.

Die Befreiung von der Rezeptgebühr auf Antrag gebührt  
- Alleinstehenden mit einem Einkommen bis € 909,42 und 
- Ehepaaren mit einem Einkommen bis € 1.363,52 monatlich. 

Chronisch Kranke mit erhöhtem Medikamentenbedarf sind von der Rezeptgebühr 
befreit, wenn sie  
- als Alleinstehende ein Einkommen von höchstens € 1.045,83 und 
- als Ehepaare von höchstens € 1.568,05 monatlich haben. 
Diese Einkommensgrenzen erhöhen sich pro unterhaltsberechtigtem Kind um  
€ 140,32.   

Das Einkommen von im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen wird angerechnet (Ehegatte oder Lebensgefährte voll, von allen anderen Personen lediglich 12,5 Prozent).   

Bezieher einer Ausgleichszulage zu einer Pension aus der Pensionsversicherung waren schon bisher ohne Antrag von der Rezeptgebühr befreit. Bisher wurde jedoch ein allfälliges Ausgedinge (z.B. bei übergebener Landwirtschaft) bei der Rezeptgebührenbefreiung berücksichtigt Die Richtlinien über die Befreiung von der Rezeptgebühr wurden mit 1.1.2017 dahingehend geändert, dass diese Anrechnung des Ausgedinges bei der Rezeptgebührenbefreiung nicht mehr durchgeführt wird. Somit sind seit 1.1.2017 alle Ausgleichszulagenbezieher ohne Antrag von der Rezeptgebühr befreit.

 

Heilbehelfe – Kostenanteil 

Der Kostenanteil des Versicherten beträgt bei Heilbehelfen und Hilfsmitteln mindestens € 34,20 und bei Sehbehelfen mindestens € 102,60. Für Kinder, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und schwerbehinderte Kinder sowie für Personen, die wegen besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit von der Rezeptgebühr befreit sind, gibt es keine Kostenbeteiligung. 

 

Spitalsaufenthalt - Kosten

Die Sozialversicherung und das jeweilige Bundesland übernehmen die medizinischen Kosten, die während Ihres stationären Aufenthalts anfallen. Je nach Bundesland beträgt der Anteil der Sozialversicherung an den Spitalskosten etwa 40 bis 50 Prozent. Neben den medizinischen Ausgaben entstehen für den Spitalsträger (Land, Bund, Gemeinde oder Orden) auch Kosten für die Verpflegung. Sozialversicherte Patientinnen/Patienten der allgemeinen Gebührenklasse müssen pro Pflegetag dafür einen Kostenbeitrag leisten.

Die Höhe ist für Landesgesundheitsfonds finanzierte (gemeinnützige, private und öffentliche) Krankenhäuser pro Bundesland gesetzlich einheitlich festgelegt. Dieser Betrag ist unabhängig von der jeweiligen Sozialversicherung und am Tage der Entlassung bar direkt im Spital (manchmal auch per Bankomatkarte möglich) zu bezahlen. Er beläuft sich derzeit auf € 12,- bis € 19,-/Tag. Gesetzlich geregelt ist, dass der Kostenbeitrag in einem Kalenderjahr für maximal 28 Tage eingehoben wird. Ab dem 29. Tag trägt die Sozialversicherung die Kosten zur Gänze. Ob die 28-Tage-Frist von den Spitälern ausgeschöpft wird, bleibt diesen überlassen.

 

Zuzahlungen bei Rehabilitations- und Kuraufenthalten 

Die Zuzahlungen bei Maßnahmen der Rehabilitation und bei Maßnahmen der Festigung der Gesundheit und der Gesundheitsvorsorge in der Kranken- und Pensionsversicherung sind nach der Einkommenshöhe wie folgt gestaffelt: 

€   8,20 täglich, bei monatlichem Bruttoeinkommen von  €   909,43 bis € 1.490,80  
€ 14,05 täglich, bei monatlichem Bruttoeinkommen von  € 1.490,81 bis € 2.072,19 
€ 19,91 täglich, bei monatlichem Bruttoeinkommen über  € 2.072,19 

Bei besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit (monatliches Bruttoeinkommen unter  € 909,42) ist von der Einhebung abzusehen. Die Zuzahlungen bei Rehabilitationsaufenthalten sind höchsten für 28 Tage im Kalenderjahr zu leisten. 

 

Service–Entgelt für die e-card 

Die Höhe des Service–Entgeltes für das Jahr 2019 beträgt € 11,70 und wird im November 2018 eingehoben. Kein Service-Entgelt zahlen mitversicherte Kinder und PensionistInnen. 

 

Richtsätze für Ausgleichszulagen 
Alters- und Invaliditätspensionen 

für Alleinstehende € 909,42 
für Bezieher einer Eigenpension, die mindestens 360 Beitragsmonate der Pflichtversicherung aufgrund einer Erwerbstätigkeit erworben haben € 1.022,00 

für Ehepaare € 1.363,52 
Erhöhung für jedes Kind € 140,32 

 Witwen- und Witwerpensionen € 909,42 

 

Rundfunkgebührenbefreiung, Zuschuss zum Fernsprechentgelt und Befreiung von der Ökostrompauschale 

Nach Abzug der Miete, des Wohnpauschales bei Eigenheimen in Höhe von € 140,-- und außergewöhnlicher Belastungen beträgt die Einkommensgrenze bei einem Haushalt 
mit 1 Person € 1.018,55 
mit 2 Personen € 1.527,14 
für jede weitere im gemeinsamen Haushalt lebende Person € 157,16 

Das Haushalts-Nettoeinkommen ist das Nettoeinkommen ALLER in einem Haushalt lebenden Personen. Leistungen auf Grund des Familienlastenausgleichsgesetzes, Impfschadengesetzes, Kriegsopferrenten, Heeresentschädigungsrenten, Opferfürsorgerenten, Verbrechensopferrenten sowie Unfallrenten und das Pflegegeld sind jedoch nicht anzurechnen. 

Wie bisher erwirbt der Anspruchsberechtigte bei Vorlage des Bescheides das ausschließliche Recht auf eine monatliche Gutschrift auf das vom Betreiber in Rechnung gestellte Entgelt. Eine Auszahlung an den Anspruchsberechtigten ist nicht zulässig. Derzeit können anspruchsberechtigte Personen zwischen folgenden Betreibern wählen: A1 Telekom Austria AG (A1 Festnetz u. Mobil / bob), AICALL, Drei („Nimm3 Sozial), HELP mobile,Kabel-TV Amstetten, T-Mobile („Klax sozial“), Spusu, Mass Response (Spusu GIS befreit). 

Allen Beziehern des Zuschusses zu den Fernsprechentgelten steht seit 1. Juli 2012 (Inkrafttreten des neuen Ökostromgesetzes) eine Befreiung von der Entrichtung der sogenannten Ökostrompauschale bzw. Deckelung der Ökostrom-Förderkosten (max. EUR 20,00 pro Jahr) zu.  

Weitere Informationen: http://www.gis.at 

 

Pflegegeld:
Stufe 1 (mehr als 60 Stunden Pflegebedarf): € 157,30

Stufe 2 (mehr als 85 Stunden Pflegebedarf): € 290,00

Stufe 3 (mehr als 120 Stunden Pflegebedarf): € 451,80

Stufe 4 (mehr als 160 Stunden Pflegebedarf):  € 677,60 

Stufe 5 (mehr als 180 Stunden Pflegebedarf wenn

  • ein außergewöhnlicher Pflegeaufwand erforderlich ist): € 902,30

Stufe 6 (Mehr als 180 Stunden, wenn

  • zeitlich unkoordinierbare Betreuungsmaßnahmen erforderlich sind und diese regelmäßig während des Tages und der Nacht zu erbringen sind oder
  • die dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson während des Tages und der Nacht erforderlich ist, weil die Wahrscheinlichkeit einer Eigen- oder Fremdgefährdung gegeben ist):  € 1.285,20 

Stufe 7 (mehr als 180 Stunden, wenn

  • keine zielgerichteten Bewegungen der vier Extremitäten mit funktioneller Umsetzung möglich sind oder
  • ein gleich zu achtender Zustand vorliegt): € 1.688,90 

 

Information: Vom Pflegegeld werden keine Lohnsteuer und kein Krankenversicherungsbeitrag abgezogen.

Während dem Aufenthalt im Krankenhaus oder während eine Kur wird das Pflegeld ruhend gestellt, wenn hier die Aufenthaltskosten durch einen Sozialversicherungsträger (in- oder ausländisch), den Bund, einen Landesgesundheitsfonds oder eine Krankenfürsorgeanstalt getragen wird. Unter bestimmten Umständen kann jedoch ein Bezug weiter erfolgen.

 

Die Daten für diese Aufstellung wurden zur Verfügung gestellt vom Kriegsopfer- und Behindertenverband (KOBV). Herzlichen Dank.