Herr Josef Mörtl, Besitzer der Spezial Airline „White Sparrow“, hat beim HLuTX-Stammtisch am 28.November 2018 einen interessanten Vortrag gehalten.

White SparrowIn einem kurzen Überblick hörten wir seinen beruflichen Werdegang unter anderem wie es zur Gründung der Airline kam. Die Anwesenden waren durch seine Erzählungen in seinen Bann gezogen und hatten viele Fragen.

Beim Stammtisch im Oktober hatten wir uns ein Video über Eurotransplant angesehen, wo auch erläutert wurde welche Maßnahmen von der medizinischen Seite notwendig sind.

Jedoch, was im Hintergrund logistisch parallel noch alles ablaufen muss, um rasch und sicher die Ärzte und die Organe zum Spender zu bringen. Dies erzählte uns Sepp Mörtl auch dann persönlich.

Wo, warum die Jets und die Crew verteilt in Österreich stationiert sind und wie die Piloten zu den Standorten der Maschinen anreisen. Aber auch wie schnell diese an den Abflughäfen, sein müssen. Das im Hintergrund Menschen sind die den Jet aus dem Hangar bringen und für den Abflug vorbereiten. Wer glaubt das war es schon, der irrt. Es gibt noch viele Kriterien die unbedingt vorher geklärt werden müssen.

Die da wären
- Ist der in Nähe des Spenderkrankenhauses liegende Flughafen in der Nacht offen?
- Darf dann wieder gestartet werden?
- Wie ist die Wetterlage?
- Wie lange dauert die Fahrt mit der Rettung vom KH zum Flughafen?
- usw. Fragen über Fragen.

All das muss vorher schon geprüft werden, denn es gibt nicht unbegrenzt Zeit. Sobald die Crew (Pilot und Co-Pilot) alle Details nochmals persönlich gecheckt hat und das ärztliche Entnahmeteam ihre mitgebrachten Instrumente und Transportbehälter mit Crushed Ice verladen ist, wird gestartet.

Da es hier um Zeit und natürlich um Sicherheit geht, hat so ein Flug „höchste Priorität“ gegenüber allen anderen Airline beim Start und der Landung. Um eine Schädigung zu verhindern, wird das Organ in der Kabine zurückgeflogen. In der Kabine herrscht ein Druck der ca. 3000 Höhen Meter entspricht.

Wenn das ganze Team zurück ist, ist für die Crew ihre Arbeit noch nicht vollendet. Der Jet muss gereinigt werden und all die administrative Arbeit ist zu erledigen.

Währenddessen wird das Organ in das TX-Zentrum gebracht wo ein zweites OP-Team schon bereitsteht zum transplantieren. Dadurch hat eine Person die Chance bekommen, wieder ein normales Leben zu führen.

Sepp Mörtl nahm sich die Zeit um alle Fragen, die an ihm bezüglich des Transports gerichtet wurden, zu beantworten. Kurz nach 23:00 Uhr löste sich der Stammtisch etappenweise auf. Mit einer anderen Sichtweise über die hier geleistete Arbeit, damit eine TX überhaupt stattfinden kann.

An dieser Stelle möchten wir uns bei Sepp Mörtl herzlichst bedanken, für die Zeit, die er uns zur Verfügung gestellt hat. Um uns hinter die logistische Arbeit des TX-Transportes blicken zu lassen.

Danke. Wir wünschen Ihm und seiner Crew weiterhin viel Erfolg.

Karl Münzner

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